UNSER WEG ZUM GANZTAGSPROFIL

Profilbildung durch enge Kooperation zwischen Schule und OGS

ECKDATEN:

1991:

An der GGS Villigst wird eine Betreuungsgruppe von 8.00 bis 13.00 Uhr eingerichtet. Sie ist in einem ehemaligen Klassenraum (dem heutigen FLEXIRAUM) untergebracht.

 

2000: Die Anzahl der zu betreuenden Kinder ist auf 64 gestiegen.

 

Januar 2002:

Das Angebot wird bis 16.30 Uhr ausgeweitet, 20 Kinder sind fest zum Mittagessen angemeldet. Es wird beantragt, das alte Schulhaus zur Nutzung für die Offene Ganztagsschule wieder der Schule zurück zu führen.

 

2002-2003: Das alte Schulhaus wird unter dem Einsatz des Personals der OGS und mit Unterstützung Villigster Firmen und MitbürgerInnen saniert und umgebaut.

 

2010: Nach dem Komplettausbau im Jahr 2008 hat die OGS für das aktuelle Schuljahr 156 Anmeldungen.

 

  • Entstehung unseres „Ganztagszweigs“

Aufgrund der demografischen Entwicklung und dem Ausblick auf die Öffnung der Schulbezirke haben wir uns im Schuljahr 2008/2009 mit einem Team auf den Weg gemacht, ein Profil zu entwickeln, das zu UNS passt und zugleich unseren Standort auch über die Ortsgrenze hinaus attraktiv macht und somit zur Sicherung unseres Standortes beiträgt.

Wie aus den Eckdaten oben erkennbar ist, hat das pädagogische Konzept unserer Offenen Ganztagsschule mit dem Arbeitgeberverein Kinderland e. V. unsere Eltern überzeugt und so haben wir uns entschieden, diese Zusammenarbeit weiter auszubauen und einen „Ganztagszweig“ zu schaffen. Durch Hospitationen an Schulen in Münster und im Kreis Unna sowie den Erfahrungsaustausch mit anderen Kollegien über bewährte Konzepte, haben wir das Konzept für unsere Schule entwickelt.

Zur weiteren Entwicklungs- und Unterrichtsplanung an unserer Schule in Bezug auf die Einrichtung einer „GANZTAGSKLASSE“  erfolgten folgende Beschlüsse:

Mit dem Schuljahr 2009/2010 wird bei Bedarf (Richtwert ist ca. die Hälfte einer Jahrgangsstufe) stets eine OGS-Klasse im Sinne eines gebundenen Ganztages eingerichtet. Im Schuljahr 2009/10 wurde an der Grundschule Villigst die erste „Ganztagsklasse“ – Umgangssprachlich auch gerne „OGS-Klasse“ oder liebevoll „Stiefelklasse“ genannt – eingerichtet. Im Schuljahr 2010/11 ging eine zweite an den Start. Dies war nur durch die enge Kooperation von Schule, Offener Ganztagsschule und deren Trägerverein Kinderland Villigst e. V. möglich.

Da der Richtwert im Schuljahr 2011/12 nicht erreicht wurde, ist folgender Beschluss gefasst worden:

Im Schuljahr 2011/2012 wird für die angemeldeten Ganztagskinder das Konzept in umgewandelter Form als „LIGHT-Version“ ermöglicht.

 

GANZTAGSKLASSE „LIGHT“:

Die „Ganztagskinder“ (GAKIS) werden auf beide Regelklassen verteilt und treffen sich im Anschluss an den Unterricht zum gemeinsamen Essen, Training/Lernzeit, Stiefelstunde o.ä. Projekten.


GRUNDGEDANKE

Lernen mit Struktur – im Mittelpunkt steht die ganzheitliche Förderung, die besonders alleinerzie­hende und/oder berufstätige Eltern unterstützen soll.

Der Grundgedanke war und ist, Kindern mehr Zeit und eine andere Rhythmisierung in der Schule zu geben, durch die es gelingt, eine Balance zwischen Be- und Entlastung zu schaffen.

 

Es soll Kinder dabei unterstützen,

  • ihr individuelles Lerntempo zu finden,
  • selbstständig Lernwege zu entdecken,
  • ihre Sozialkompetenz zu erweitern („Mut tut gut!“ als festinstalliertes Kompetenz-training)
  • Projekte mitzugestalten,
  • miteinander zu essen,
  • Hausaufgaben als Lernzeit/Training wahrzunehmen und zu nutzen,
  • ein Hobby zu entwickeln und auszubauen,
  • sich zu streiten und zu vertragen,
  • Freundschaften aufzubauen und zu pflegen,
  • zu basteln,
  • auszuruhen und zu träumen,
  • und noch vieles mehr.

Der „Ganztagszweig“ erfüllt die Richtlinien und Lehrpläne für Grundschulen in Nordrhein-Westfalen. Die Kinder sollen alles lernen, was von ihnen auch im Halbtagszug gefordert wird. 

 

  • Eltern als Lernwegbegleiter

Gerade wenn die Kinder die meiste Zeit des Tages in der Schule verbringen, ist eine enge Zusammenarbeit von Elternhaus und Schule selbstverständlich.  Denn Ereignisse im Schulleben bzw. Zuhause beeinflussen sich gegenseitig.

Eltern, die sich für diesen Ganztagszweig entscheiden, sehen in ihm oft die Chance, alleinerziehend und/oder berufstätig zu sein, ohne ausgeschlossen zu sein von der Verantwortung für die schulische Entwicklung ihres Kindes. Sie können ihr Kind auf seinem Lernweg begleiten, ihm beim Lernen zusehen und dadurch besser verstehen, wie es lernt.

 

  • Mehr Handlungsspielraum

Mehr Zeit in der Schule zu verbringen bietet auch dem Klassenteam zusätzlichen Handlungsspielraum.

Das Team kann den Kindern zum einen mit mehr Ruhe und Gelassenheit begegnen. Zum anderen bietet es die besondere Chance, die Kinder ganzheitlich in ihrem Lernen, Spielen und Leben zu erfahren, ihre Vielfalt zu berücksichtigen, sie in ihrer Entwicklung zu beraten und zu begleiten sowie sich im Team auszutauschen und zu planen.

 

 

  • Unterrichtsorganisation

Die Schule öffnet um 7.45 Uhr. Unterrichtsbeginn ist um 8.00 Uhr.

Die Stunden- und Pausenverteilung entspricht den Zeiten des Halbtags-unterrichts.

Dem Wunsch der „Ganztagseltern“, den Unterricht freitags zu reduzieren, damit noch Zeit für nachmittägliche Verabredungen, Unternehmungen der Familie (bes. der Patchworkfamilie) bleibt, wurde der Unterricht für die reine OGS-Klasse am Freitag reduziert.

 

OGS-Klasse

Unterricht           bis 14.15 Uhr

Unterricht           bis 15 Uhr

 

 

Freitag                 bis     12.35 Uhr

1

3 mal

1 mal

2

2 mal

2 mal

3

1 mal

3 mal

4

---

4 mal

Möglichkeiten im Anschluss:                                 Freies Spiel und Angebote in der OGS bis 16.30 Uhr

 

 

  • GANZTAGSKLASSE („STIEFELKLASSE“):

Dadurch, dass die Klasse im Team von einer Lehrerin und einer OGS-Mitarbeiterin geleitet wird, kommt es zu Doppelbesetzungen, die weitere Möglichkeiten der Differenzierung bieten.

An die Stelle der Hausaufgaben rücken die Trainingsaufgaben, die möglichst in der Trainings-/Lernzeit (in der Schule) erledigt werden sollen. Selbstverständlich hebt das die häusliche Mitarbeit nicht auf - z. B. für  tägliche Lesezeiten, 1x1 Übungen, Vorbereitung von Referaten und Lernzielkontrollen…).

 

Neben den vorgegebenen Lernbereichen gibt es festgelegte Zeiten für:

  • „Mut tut gut“: Konzept zur Stärkung der Sozial­kompetenz
  • : Arbeiten an einem Projekt (Holz...)
  • (1. Schuljahr): Die Kinder gehen raus, egal, wie das Wetter ist. u.v.m.

 

Je nach Personalbesetzung und finanziellem Budget bieten wir außerdem Bereiche wie „Lesezeit“, „Spiel-Spaß-Bewegung“, „Entspannung“, „Neue Medien“ (PC-Stunde), „Rin­gen, Rangeln, Raufen“ … an. Seit dem Schuljahr 2013/14 profitiert der Ganztagszweig auch von unseren Kooperationspartnern SG Eintracht Ergste und dem HVE, die mit qualifiziertem Personal Angebote in den Bereichen TENNIS und HANDBALL machen.

 

  • GANZTAGSKLASSE „LIGHT“:

Wie bereits oben erwähnt versuchen wir bei zu geringer Anmeldezahl für eine reguläre Ganztagsklasse hier das Prinzip der Ganztagsklasse in abgeschwächter Form umzusetzen. Durch diese eher additive Form der Lernangebote bekommen die GaKis auch weiterhin mehr Zeit in der Schule, aber die Rhythmisierung zwischen Ent- und Belastung entfällt.

 

Neben der geringen Anmeldezahl kann auch die Personaldecke ein Grund für ein Nicht-Zustandekommen einer OGS-Klasse sein, was wir bei der Planung für das Schuljahr 2015/16 feststellen mussten. Da sich die Kinder des GaKi-Konzepts aus beiden Klassen zusammenfinden, liegt die Verantwortung bei der OGS-Mitarbeiterin und beiden Klassenlehrerinnen, was die alltägliche Umsetzung (z. B. im Vertretungsfall) im Team erleichtert.

 

Termine

22.12.17
Feriensingen 10.45 Uhr

27.12.17
Weihnachtsferien

12.01.18
Änderung: Waffeln 3a

31.01.18
Zeugniskopie

02.02.18
offizielle Zeugnisausgabe, Waffeln 2a